EIN DANKESCHÖN-ANLASS für freiwillig Mitarbeitende im Flüchtlingsbereich

20. Jun 2024

Ist Freiwilligenarbeit in unserer Gesellschaft am Abnehmen? Sinkt die Bereitschaft, sich gratis einzusetzen? Nein! Jede dritte Person in der Schweiz ist irgendwo freiwillig engagiert - in Familie und Nachbarschaft, in Vereinen, im Unterstützen und Begegnen…

Manche Einsätze sind einmalig, manche regelmässig, viele persönlich bereichernd, etliche herausfordernd oder gar belastend. Die Begegnungen Einheimischer mit Geflüchteten, neuerdings öfters auch mit Menschen aus der Ukraine oder Jugendlichen aus Afghanistan, sind nicht immer einfach - und umso mehr nicht selbstverständlich!

Deshalb fand am vergangenen Mittwoch in Rothenthurm ein Dank- und Austauschanlass für freiwillig Tätige im Asyl- und Flüchtlingsbereich statt. Organisiert wurde das Treffen vom Amt für Migration und den kirchlichen Sozialberatungen Ausser- und Innerschwyz. Eingeladen war eine grosse Zahl von Engagierten aus den regionalen Mitenand-Gruppierungen und freiwillig Tätigen in Pfarreien und Kirchgemeinden.

Im ersten Hauptteil der Veranstaltung referierte Paricia Ganter, die langjährige Integrationsbeauftragte des Kantons Graubünden, über die Unverzichtbarkeit der Freiwilligenarbeit in der Zivilgesellschaft. Unsere direkte Demokratie sei auf die Teilnahme der Bevölkerung angewiesen. Unsere Wertegesellschaft beruhe auf dem Engagement vieler. Schweizer, Migranten, Flüchtlinge benötigen ein bestimmtes Mass an Gemeinsamkeit und Begegnung. Heimat sei dort, wo man sich wohl fühle. Patricia Ganter rief auf, sinnerfüllendes Begegnen zu wagen und die eigenen Gaben einzusetzen. Politik und Verwaltung leisten viel, aber ohne partizipierende Freiwillige geht es nicht. Besonders jugendliche Rentnerinnen und Rentner hätten im Migrationsfeld etwas zu bieten: Wissen, Erfahrung und vor allem Zeit.

Auf das inhaltsreiche Referat folgte ein Podium aus Vertretern der örtlichen Mitenand-Gruppen, die über ihre besonderen Aktivitäten berichteten und diskutierten. Fazit: Nebst den Angeboten der sozialen Institutionen gibt es zahllose freiwillige Aktionen und Begegnungen im menschlich-persönlichen Bereich, ohne die der nachhaltige Zusammenhalt unserer Gesellschaft nicht gewährleistet ist. Dafür wollten Behörde und Diakonie danken, ihre Anerkennung und Wertschätzung zeigen und die Gemeinschaft unter den anwesenden freiwillig Engagierten fördern.

Entsprechend kam es anschliessend zu einem regen lockeren Austausch der Beteiligten bis in den Abend hinein. Originell und passend zum Anlass stand ein reichhaltiges Buffet aus indisch-pakistanischen Spezialitäten bereit.  

(eing)


Bildlegende (vlnr):

Christian Schalch, Amt für Integration 
Tünde Szalay, Vorsteherin Amt für Migration 
Patricia Ganter, Referentin 
Markus Cott, Integrationsdelegierter 
Franz Schuler, Leiter Diakonie Innerschwyz
Effi Spielmann, Leiterin Diakonie Ausserschwyz